群发资讯网

德语:格陵兰岛争端升级:特朗普关税攻势重创德国

美国总统唐纳德·特朗普因欧洲国家反对美国吞并格陵兰岛而升级了贸易争端,德国企业也因此付出了代价。继美国政府9月份对几乎所

美国总统唐纳德·特朗普因欧洲国家反对美国吞并格陵兰岛而升级了贸易争端,德国企业也因此付出了代价。继美国政府9月份对几乎所有欧盟出口商品加征15%的固定关税后,特朗普现在又加码:将于2月1日生效的额外10%关税。

特朗普在“真相社交”网站上写道:“多年来,我们通过不向丹麦、所有欧盟国家和其他国家征收关税或其他形式的补偿,一直在补贴它们。”挪威、瑞典、法国、英国、荷兰和芬兰也受到影响。原因在于:它们坚决反对美国吞并格陵兰岛的计划。

对于出口导向型国家德国而言,这些额外关税无疑是沉重打击。美国是德国最重要的贸易伙伴,年出口额约为1570亿欧元。汽车、机械、化工产品和药品占据了出口的大部分份额。

经济专家格里特·海涅曼教授告诉《图片报》:“鉴于经济增长前景黯淡,新的关税威胁来得不是时候,而且是在2025年已经实施的关税之外的额外措施。自去年4月以来,这些关税包括对德国的基本关税以及对钢铁和铝征收高达50%的特别关税。”

海涅曼继续说道:“这无疑会加剧本已举步维艰的钢铁行业的危机。但最重要的是,德国汽车行业受到了影响,尤其是考虑到其对美国的出口预计在2025年将下降近14%。欧盟委员会和德国政府目前正在研究对美国商品和服务征收报复性关税的可能性。”

欧盟委员会主席乌尔苏拉·冯德莱恩周六晚间警告说,关税将“破坏跨大西洋关系,并可能导致危险的螺旋式恶化”。欧洲将“继续以团结协调的方式采取行动,并将捍卫其主权”。显而易见:每增加一个关税等级,德国产品的价格就会上涨,竞争力就会下降,订单也会减少。ifo经济研究所此前已根据特朗普的关税计划得出结论:美国提高关税会使德国国内生产总值下降零点几个百分点。换算成欧元,损失将高达数十亿欧元。

据经济研究人员计算,仅新增的10%附加税就可能导致德国对美出口下降5%至10%。这相当于每年损失80亿至150亿欧元——这还不包括现有15%关税带来的负担。

政治方面,人们对局势升级的担忧日益加剧。欧盟理事会主席安东尼奥·科斯塔表示,他正在制定一项针对美国总统特朗普新关税威胁的欧洲共同应对措施。

但特朗普依然无动于衷,并公开将关税威胁与围绕格陵兰岛的地缘政治压力联系起来。这对德国经济来说极其危险:一场政治冲突正在演变成一场残酷的经济战争。

US-Präsident Donald Trump eskaliert wegen des Widerstands gegen eine Grönland-Einnahme den Handelsstreit – und auch die deutsche Wirtschaft zahlt die Rechnung. Nachdem die US-Regierung erst im September einen pauschalen Basiszoll von 15 Prozent auf fast alle EU-Exporte verhängt hatte, legt Trump jetzt nach: Weitere 10 Prozent Zusatzzoll sollen ab 1. Februar gelten.

Trump schrieb auf „Truth Social“: „Wir haben Dänemark, alle Länder der Europäischen Union und andere Länder viele Jahre lang subventioniert, indem wir ihnen keine Zölle oder andere Formen der Vergütung berechnet haben.“ Betroffen sind auch Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland. Grund: die strikte Ablehnung gegenüber den Übernahme-Absichten der USA von Grönland.

Für Deutschlands Exportnation sind die Zusatzzölle ein harter Schlag. Die USA sind mit einem Exportvolumen von rund 157 Milliarden Euro pro Jahr Deutschlands wichtigster Handelspartner. Autos, Maschinen, Chemie- und Pharmaprodukte machen den Löwenanteil aus.

Wirtschaftsexperte Prof. Gerrit Heinemann zu BILD: „Die neuen Zollandrohungen kommen angesichts der düsteren Wachstumsaussichten zur Unzeit und zu den bereits 2025 eingeführten Abgaben hinzu. Diese sahen für Deutschland seit April letzten Jahres schon einen Basiszoll sowie bis zu 50%-ige Sonderzölle auf Stahl und Aluminium vor.“

Die dadurch verstärkte Krise für die vorher schon stark gebeutelte Stahlindustrie sei „offensichtlich“. Heinemann weiter: „Vor allem aber die deutsche Automobilindustrie ist betroffen, zumal deren Exporte in die USA bereits 2025 um fast 14 % zurückgingen. Die EU-Kommission und die Bundesregierung prüfen derzeit mögliche Gegenzölle auf US-Waren und Dienstleistungen.“

EU-Chefin Ursula von der Leyen warnte noch am Samstagabend, Zölle würden die „transatlantischen Beziehungen untergraben und eine gefährliche Abwärtsspirale riskieren.“ Europa werde „weiterhin geeint und koordiniert vorgehen und sich für die Wahrung seiner Souveränität einsetzen.“

Klar ist: Jeder zusätzliche Zollpunkt verteuert deutsche Produkte, schwächt ihre Wettbewerbsfähigkeit – und kostet Aufträge. Das ifo-Institut kam bereits bei früheren Trump-Zollplänen zu dem Ergebnis, dass höhere US-Zölle das deutsche Bruttoinlandsprodukt um mehrere Zehntelprozent drücken können. In Euro heißt das: Milliardenverluste.

Allein der neue Zuschlag von 10 Prozent könnte die deutschen Exporte in die USA laut Berechnungen von Wirtschaftsforschern um fünf bis zehn Prozent einbrechen lassen. Das entspricht einem Schaden von 8 bis 15 Milliarden Euro pro Jahr – zusätzlich zu den Belastungen durch den bereits bestehenden 15-Prozent-Zoll.

Politisch wächst die Sorge vor einer Eskalation. EU-Ratspräsident António Costa arbeitet nach eigenen Angaben an einer gemeinsamen europäischen Antwort auf die neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump.

Doch Trump zeigt sich unbeeindruckt – und verbindet seine Zoll-Drohung offen mit geopolitischem Druck rund um Grönland. Für die deutsche Wirtschaft ist das brandgefährlich: Aus einem politischen Konflikt wird ein knallharter Wirtschaftskrieg.